Unsere Aufgabe

Aufgaben der Kindertagesstätte

  • Der Auftrag der Kindertagesstätte ergibt sich aus dem Kindertagesstättengesetz von Rheinland-Pfalz.
  • Die Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz sind die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit.
  • Die Kindertagesstätte ist eine Erziehungs- und Bildungseinrichtung für Kinder vom 2. Lebensjahr bis zum Schuleintritt.
  • Sie ist familienergänzend, soll die Gesamtentwicklung des Kindes anregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit fördern und Benachteiligungen ausgleichen.
  • Das Kind soll ganzheitlich gefördert werden. Durch gezielte Hilfen und Bildungsangebote sollen alle Kinder die gleichen Entwicklungschancen in Bezug auf ihre körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten erhalten.
  • Entwicklungsförderung in diesem Sinne beinhaltet die aktive Beteiligung des Kindes an der Gestaltung des pädagogischen Alltags und bietet ihm die Möglichkeit zur Selbsterfahrung.

Unsere wichtigsten pädagogischen Ziele

Das Kind soll sich wohlfühlen, seinen Platz finden, Spaß haben.

Das Kind soll seine Persönlichkeit entwickeln können.

Das Kind soll seine Selbstständigkeit weiterentwickeln.

Das Kind soll soziales Verhalten üben.

Das Kind soll in seiner Gesamtentwicklung gefördert werden.

Das Kind soll sich wohl fühlen, seinen Platz haben, Spaß finden

Wir begleiten das Kind beim Übergang von der familiären Sicherheit zum „Vertraut-Werden“ in der Kita. So kann das Kind die Kita als einen Ort erleben an dem es sich sicher und geborgen fühlt. Dann kann es vielfältige Erfahrungen machen, ausprobieren und entdecken.

Mit dem Gefühl des Angenommenseins schaffen wir die Basis für eine glückliche Kindertagesstättenzeit.

 

Das Kind soll seine Persönlichkeit entwickeln können

Ein wichtiges Ziel ist für uns die Entwicklung der Persönlichkeit.

Das Kind soll sich in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen und sich als eigenständige Persönlichkeit erfahren.

Es soll sich wohlfühlen und spüren, dass es wertvoll und einmalig ist.

Das Kind erkennt seine Stärken und Schwächen, erfährt auch seine Grenzen und bekommt vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Durch zunehmende Erfahrung und Ermutigung steigert das Kind sein Selbstvertrauen und stärkt sein Ich- Bewusstsein.

Es lernt seine Gefühle und Bedürfnisse wahr zu nehmen und zunehmend Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Wir wünschen uns, dass das Kind sein inneres Gleichgewicht findet, um sich aktiv in seinem Umfeld zurecht zu finden und auch Probleme meistern zu können.

Beispiel:

Zu Beginn steht oft eine Gesprächsrunde, wobei jedes Kind erzählt, was es gerade beschäftigt oder wie es sich fühlt. Das Kind wird von der Erzieherin ermutigt seine Gedanken mitzuteilen.

Durch die Aufmerksamkeit der Gruppe erfährt das  Kind Achtung und wird in seiner Persönlichkeit gestärkt.

Bei der Auswahl und Durchführung von Kreisspielen kann das Kind sich individuell einbringen und nach Wunsch in verschiedene Rollen schlüpfen.

Die Erzieherin ermöglicht dem Kind sich seinen Bedürfnissen entsprechend zu verhalten und motiviert es neue Erfahrungen zu machen.

Bei gemeinsamen Beschäftigungen wie z.B. Singen oder Bilderbuchbetrachtungen erfährt sich das Kind als Teil der Gruppe und erhält Möglichkeiten sich als wertvolles Mitglied einzubringen.

Es lernt die Notwendigkeit von Gruppenregeln kennen und danach zu handeln, z.B. seine eigenen Wünsche für einige Zeit zurück zu stellen.

 

Das Kind soll seine Selbständigkeit weiterentwickeln

Den ersten großen Schritt zur Selbstständigkeit leistet das Kind bereits beim Eintritt in die Kindertagesstätte. Es muss sich von seinen Eltern lösen, aus der häuslichen Sicherheit kommend, in einer völlig neuen Umgebung mit anderen Bezugspersonen und Kindern zusammen leben.

Die Kindertagesstätte ist für das Kind ein neues Lebens- und Erfahrungsfeld, in dem es zum selbstständigen Handeln und Lernen angeregt wird. Das Kind lernt Wünsche zu äußern, eigene Entscheidungen zu treffen und dafür auch Verantwortung zu tragen. Beim Üben fein- und grobmotorischer Fertigkeiten erfährt das Kind auf vielfältige Weise selbstständiges Handeln. So lernt das Kind im Lauf der Kitazeit immer mehr Dinge allein zu tun.

Das Kind soll möglichst oft ein „ICH KANN DAS“ erleben.

Beispiel: Morgenkreis

Nach dem Morgenkreis dürfen die Kinder entscheiden, ob und wobei sie helfen möchten. Sie gehen selbstständig zum Händewaschen, kleinere Kinder bekommen Hilfe von größeren. Beim Putzen von Gemüse, Salat, usw. üben sie den Umgang mit Küchengeräten (Messer, Kartoffelschäler, Rührgerät).

Die Kinder lernen sich in den Räumlichkeiten zurecht zu finden, indem sie Aufträge ausführen (z.B. selbstständiges Holen von Wassereimer oder Messer und Teller zum Kleinschneiden von Obst und Gemüse).

Beim Tischdecken achten die Kinder darauf, dass an jedem Platz ein vollständiges Gedeck (Teller, Besteck, Glas) vorhanden ist.

Während des Essens erlernen die Kinder, je nach Alter und Übung, den Umgang mit dem Besteck. Anfangs wird oft nur Gabel oder Löffel benutzt, später essen sie mit Messer und Gabel. Auch üben sich die Kinder im Eingießen von Getränken.

Die Kinder lernen die Tischsitten zu respektieren. Mit der Zeit können die Kinder ihren Appetit immer besser einschätzen. Sie wissen dann sehr genau wie groß ihr Hunger ist, ob sie Nachschlag möchten und lernen das Gewünschte dann auch aufzuessen. Beim Abräumen trägt jeder sein Gedeck zum Servierwagen.

Die Kinder äußern was ihnen besonders gut geschmeckt hat, sagen was nicht so gut war, machen neue Vorschläge und spenden den Köchen immer ein Lob.

Das Kind soll soziales Verhalten üben

Das Kind soll soziales Verhalten üben, um sich in der Gruppe zurecht zu finden. Hierzu gehören auch das Einüben von positiven Umgangsformen und das Einhalten fester Regeln. Das Kind lernt auf die Bedürfnisse und Wünsche anderer Rücksicht zu nehmen und eigene Wünsche zurück zu stellen.

Es übt den friedfertigen Umgang mit Anderen und erlebt wie Freundschaften durch gemeinsames Spielen entstehen können.

Beispiel: gemeinsames Spielen

Während des Freispiels nutzen einige Kinder die Bauecke. Beim Spielen entwickeln sie verschiedene soziale Fähigkeiten. Sie lernen abgesprochene Regeln einzuhalten. Die Kinder üben sorgsam mit dem Material umzugehen, Bausteine mit anderen Kindern zu teilen und das von anderen Kindern Gebaute nicht zu zerstören.

Um eigene Wünsche oder Spielideen zu verwirklichen, müssen sich die Kinder untereinander absprechen. Hierbei lernen sie sich durchzusetzen, aber auch andere Vorschläge zu akzeptieren oder neue Ideen gemeinsam zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig, wenn größere Objekte gebaut werden und jedes Kind seine Bausteine zur Verfügung stellen soll. Das Kind kann sich dann gemeinsam mit den anderen über das Ergebnis freuen.

In der Bauecke treffen sich nachmittags auch Kinder verschiedener Altersstufen. So können größere Kinder kleineren beim Bauen helfen. Die Kleineren lernen anderen nichts kaputt zu machen. Alle lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen und Konflikte durch Sprache zu lösen.

Die Erzieherin achtet auf die Einhaltung der festgelegten Regeln und gibt Hilfestellung bei Problemen und Konflikten. Beim Mitspielen verstärkt sie durch ihr positives Beispiel gewünschte Verhaltensweisen.

 

Das Kind soll in seiner Gesamtentwicklung gefördert werden

Die Kinder kommen zwar meist im gleichen Alter, aber mit individuellem Erfahrungs- und Entwicklungsstand in die Kindertagesstätte. Unser Auftrag besteht darin jedes Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit zu fördern und allen die gleichen Entwicklungschancen zu geben.

Dies geschieht durch gezielte, erzieherische Hilfen und Bildungsangebote, mit denen die körperliche, seelische und geistige Entwicklung des Kindes angeregt wird.